Fahrraddemo zum Hambacher Wald

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Auch an diesem Sonntag ging es wieder bei tollem Wetter Richtung Hambacher Wald.
 
Von Köln aus brachen viele Radfahrer auf, um über Weiden-West oder Frechen Richtung Wald zu radeln. In Horrem trafen sich beide Gruppen, die bis dahin zu einer großen Gemeinschaft von bis zu 800 Radfahrer*innen angewachsen war. Über Sindorf und Heppendorf ging die Fahrt zum Aussichtpunkt "Terra Nova", wo Tim Petzold von Greenpeace vor der Mondlandschaft des Hambacher Tagebaus eine packende Rede hielt.
 
Danach ging es nach Manheim, dort sprach Stefan Förster von der BUNDjugend NRW zu den Umsiedlungen und Vertreibungen von teilweise langjährigen Bewohnern aus den Dörfern rund um das rheinische Braunkohlerevier. Viele Menschen wohnen mittlerweile in Neumanheim, obwohl nach den neusten Entwicklungen nicht klar ist, ob Manheim überhaupt noch abgebaggert wird.
 
Die letzte Station war schließlich der Hambacher Wald. Dort wurden die Räder abgeparkt und es gab die Möglichkeit mit den seit langer Zeit dort lebenden Waldbewohnern ins Gespräch zu kommen. Mittlerweile befinden sich dort bereits wieder mehr als 3 Baumhäuser und es wird fleißig weitergezimmert. In den Wochen zuvor waren bis zu 80 Baumhäuser geräumt und abgetragen worden. Durch einen kurzfristig durchgesetzten Gerichtsbeschluss des Oberverwaltungsgerichts Münster ist ein Aussetzen der Rodungen bis mindestens Ende 2020 zu erwarten.
 

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