Fahrradspur am Wehrhahn

Media

Wir sollen Abstand halten, doch in vielen deutschen Großstädten fehlt es an Platz für Fahrradfahrende und Fußgänger*innen. Aus Sorge vor Infektion meiden viele Menschen Bus und Bahn. Das wird laut Umfragen auch mittelfristig so bleiben. Wenn all diese Menschen ins Auto steigen droht den Städten mehr Autoverkehr, Abgase und Stau. Weitsichtige Städte schaffen jetzt mehr Platz für Fuß-und Radverkehr und schützen damit nicht nur die Gesundheit, sondern auch das Klima. Leider passiert in Deutschland bis auf in Berlin fast nichts. Pop-Up Radwege sind jedoch schnell und rechtlich leicht umsetzbar, was fehlt ist der politische Wille. 

Berlin, Brüssel, London, Paris und zahlreiche andere Städte zeigen aber, dass es geht! Weltweit verteilen Städte daher in der Pandemie ihren Straßenraum neu. Zuletzt erklärte Brüssel seine Innenstadt zur Tempo 20 Zone, in der Fußgänger und Radfahrer den Vortritt haben. Von Mailand bis Madrid werden Radwege eingerichtet, damit sich Menschen in sicherem Abstand bewegen können. Rechtlich ist das auch in Deutschland leicht möglich, dennoch hat hierzulande bisher nur Berlin Autospuren umgewandelt in Radspuren, so genannte Pop-Up Radwege.

Die Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO), die im April 2020 in Kraft getreten ist, erleichtert es Städten, Pilotprojekte ohne bisher verlangte aufwendige Nachweise zur besonderen örtlichen Gefahrenlage einzuführen. Am Samtag, den 23. Mai 2020, protestieren Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace in rund 30 Städten zusammen mit anderen Initiativen und Verbänden für sichere, neue Radwege und richten Pop-Up Radwege ein. 

Unsere Aktion fand zwischen 11:00 und 13:00 Uhr in Düsseldorf auf der Oststraße, zwischen Leopoldstraße und Wehrhahn statt.