Unsere Welle gegen Plastikmüll

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Greenpeace Düsseldorf stand am Samstag, den 19. März im Rheinpark und hat die Ergebnisse der Müllsammelaktion der letzten Woche präsentiert. Der Müll wurde am Rheinufer gesammelt und wurde von Ehrenamtlichen aus Düsseldorf in der Nähe der Rheinterassen den interessierten Passanten gezeigt. Zudem gab es Informationen zu Weg des Mülls von unseren Flüssen ins Meer und in die Ökosysteme. Tipps zur Vermeidung von Plastikmüll wurden auch gegeben.

Plastikmüll ist ein sowohl lokal wie auch global auftretendes Problem. Wenn die Abfälle aus unseren Flüssen und von unseren Küsten immer weiter in die Ozeane treibt bilden sich Konzentrationen in Form von riesigen Strudeln.Plastikmüll treibt in diesen riesigen Müllstrudeln durch die Meere und sammelt sich selbst an entlegenen Stellen wie Tiefseegräben oder der Arktis. Der meiste Plastikabfall gelangt aus China, Indonesien und weiteren asiatischen Ländern ins Meer. Doch auch Deutschland ist Teil des Problems: Deutsche verbrauchen mit Abstand das meiste Plastik in der EU – ein Viertel der europäischen Gesamtmenge. Laut offiziellen Angaben werden 57 Prozent des deutschen Plastikmülls verbrannt, 42 Prozent recycelt und nur ein Prozent deponiert.

Bis zu 13 Millionen Tonnen Plastikabfälle gelangen jedes Jahr weltweit alleine von Land aus ins Meer. Dort werden Plastikteile zur tödlichen Falle für viele Meereslebewesen wie Seevögel, Schildkröten oder Delfine: Diese verheddern sich darin und ertrinken – oder verwechseln sie mit Nahrung. Auch im Magen eines der kürzlich an der Nordseeküste gestrandeten Pottwale fanden Wissenschaftler ein Fischernetz. Plastik macht mittlerweile über die Hälfte des Mülls an den Stränden der Nord- und Ostsee aus.

Der Wellengang und die UV-Strahlung zerkleinern den schwimmenden Plastikmüll in mikroskopisch kleine Teilchen – sogenanntes Mikroplastik. Doch auch in Kosmetika steckt Mikroplastik in Form von winzigen Perlen oder Granulaten. Zu klein, um aus unseren Abwässern gefiltert zu werden, gelangen diese über die Flüsse ins Meer. Dort sammeln sich an den Partikeln Umweltschadstoffe, teils in hoher Konzentration. Forscher haben längst Mikroplastik in Plankton, Muscheln und Garnelen nachgewiesen – auch in Nordseefischen wie Makrele, Hering oder Flunder. So landen giftige Plastikabfälle über die Nahrungskette unter Umständen wieder auf unserem Teller. 

Verbraucher und Politik können ihren Teil beitragen, denn vielerlei Plastik lässt sich aus unserem Alltag verbannen: an erster Stelle Mikroplastik in Kosmetika, aber auch typisches Wegwerfplastik wie Einwegflaschen, To-Go-Kaffeebecher, Verpackungen oder Einwegtüten. Die Deutschen verwenden beispielsweise pro Jahr 76 Plastiktüten, nicht eingerechnet die dünnen Obst- und Gemüsebeutel. 

 

Greenpeace fordert daher die Abkehr von einer Wegwerfwirtschaft hin zu einer Kreislaufwirtschaft mit receyclerbaren oder reparierbaren Produkten. Das Cradle-to-Cradle Konzept, zu Deutsch „Von der Wiege zur Wiege“, bietet für Unternehmen einen solchen Ansatz. Desweiteren muss der Plastikverbrauch nach dem sogenannten 5-R-Prinzip angegangen werden: Refuse, Reduce, Reuse, Repurpose and Recycle (d.h. Vermeiden, Reduzieren, Wiederverwenden, mit neuem Zweck einsetzen, Recyceln)

Weiterführende Links

10 Tipps für weniger Plastik
Greenpeace - Strand instand
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